Sonntag, 13. Juli 2014

4.-10.Juli 2014, Endlich wieder am Strand!

Nach diversen kulturellen Wissenserweiterungen, Tierfütterungen und Weltkulturerben sind wir endlich wieder da, wo wir am Anfang gestartet sind, nämlich am Strand! Ok, an einem anderen als am Anfang, aber immerhin am selben Meer. Und es wäre ja auch irgendwie langweilig, wenn wir nicht zukunftsgewandt leben würden und uns neuen Abenteuern entgegenstrecken. Ach bla, wem wollen wir was vormachen? Wir machen jetzt Urlaub und tun, was wir sehr gut können. Lecker essen, bummeln, baden, am Strand rumliegen und im allerbesten Fall abends DVDs gucken.

Bis auf die DVDs hat das auch schon gut im Cera Resort in Cha Am geklappt. Leider gab es keine DVDs, dafür aber zwei Angelausflüge. Denen wird aber ein anderer Blogpost gewidmet. 

Aber wie sind wir eigentlich so schnell in den Süden gekommen? Das haben wir Sebastian zu verdanken, der ab sofort auch bekannt ist als der Teufelsfahrer, der Mann ohne Furcht und Schrecken, der Thai-Driver. Da nehme ich mir doch mal eine Minute und spreche ihm den tiefsten Dank und Respekt aus für eine megaanstrengende Autofahrt von gut 400km fast nonstop durch Thailand. Wenn man das auf der Karte betrachtet, waren wir so etwa 150km nordwestlich von Bangkok und abends waren wir gut 250km südlich von Bangkok.

In Deutschland sind 400km ja nichts. Das sitzt man im besten Falle in 3,5 Stunden ab. Aber in Thailand... ohohoh... wir haben gut 7 Stunden gebraucht. Ohne Stau, mit vielleicht 30min Pause. Eigentlich wollten wir nach 200km eine Nacht schlafen, aber der Verkehr lief grad gut, es gab keine netten Hotels in der Nähe und das Wichtigste, Karl war eingeschlafen. Also meinte Sebastian, das nutzen wir, und ist weitergefahren. Nach etwa weiteren 100km war Karl wach und die neue Frage stellte sich, ob wir denn nun anhalten sollten? Aber irgendwie ist das auch blöd, so "knapp" vorm Ziel. Dann haben wir auch noch ein nettes Hotel zum guten Preis am Zielort Cha Am gefunden und deshalb sind wir weitergefahren. 

Hatte ich schonmal vorher erwähnt, wie anstrengend das Fahren hier sein kann? Man muss immer auf der Hut sein, vor Mopeds, Schlaglöchern, LKWs und allem anderen, Kühen zum Beispiel. Und die Thais fahren auch gern mal auf dem Strich oder auf zwei Spuren gleichzeitig. Das ist aber kein Problem, dann überholen die anderen halt links und rechts gleichzeitig. Und wenn man abbiegen will? Auch kein Problem, dafür gibt es die megapraktischen U-Turn Lücken alle paar Kilometer. Vielleicht sollte man sowas in Deutschland auch einrichten. So ein U-Turn mitten auf der Autobahn ist doch was feines. Dann staut sich die linke (oder hier die rechte) Spur halt mal, ist ja nicht so schlimm, dann zieht man halt ohne Blinken einfach rüber, die anderen machen schon Platz. Hoffentlich.

Wie dem auch sei, Sebastian hat uns also runtergefahren. Ich wäre auch gefahren, aber immer wenn wir wechseln wollten, schlief Karl. Und wenn man dann anhält, wacht er auf. Also hat sich das alles einfach nicht ergeben und Sebastian hat durchgezogen.

Cha Am, der Ort wo wir die 6 Tage verbracht haben, ist ein beliebter Urlaubsort bei Thaiurlaubern am Wochenende und ansonsten kommen auch viele Pauschalurlauber hierher. Dementsprechend ist das touristischer, was aber auch den Vorteil hat, dass die Speisekarten auf englisch sind (Jaja, wir denken nur ans Essen). 

Wir haben meist nicht viel getan, wir waren aber sogar einmal im Meer. Leider ist der Strand bei Flut fast weg, bei Ebbe sind wir dann mal ziemlich weit reinmarschiert. Nach etwa 100m war das Wasser hüfthoch. Leider sammelten sich am Boden abgebrochene Korallen und Steine, so dass das Laufen wehtat und wir uns wieder auf den Rückweg gemacht haben.

Abgesehen davon gibts an dieser Küste manchmal Quallen. Nicht die großen häßlichen aus der Ostsee, sondern kleine bösartige, die wochenlange Entzündungen und damit Schmerzen machen können. Sprich, wir haben uns entschieden beim Baden dem Pool den Vorzug zu geben. Mal abgesehen davon, dass Karl das Meer nicht geheuer ist. Ist wohl zuviel Wasser auf einmal, wie beim Duschen, das findet er nämlich auch doof, und wenn wir versuchen mit ihm im Meer zu baden, findet er das nicht gut.

Hier gibts nun also ein Sammelsurium von Fotos aus unserem Aufenthalt in Cha Am:

Karl wird Lokomotivführer! Im Einkaufszentrum von Hua Hin

Erst hat er kritisch geguckt, aber dann wollte er gar nicht mehr runter.

Das ist die Kinderspielecke im Einkaufszentrum. Da kann C&A in Deutschland mit dem einen Reitepferd aber einpacken.
Für Benny: Guck mal, neben Ballerspielen gibts hier auch ein Drummer-Spiel. Da hättest du bestimmt abgeräumt!
Abendspaziergang am Strand


Was ist das? Nur Styropor? Nein, das sind Paddelboote, die aus Styropor und etwas Schnur bestehen. Wir vermuten, dass die Fischer, die ihre Boote vor der Küste hatten, diese benutzen um zum Boot zu kommen oder darauf etwas zu transportieren. 




Abends waren wir im "Local" Restaurant essen. Local heißt immer, dass da ansäßige Thais essen. Also gute Preise und authentisches Essen.

Sebastian entschied sich für Tom Yam Gung, eine thailändische sauer-scharfe Suppe mit Garnelesen. Und hat leider die Authentität des Essen unterschätzt und gesagt, er hätte die Suppe gern "nitnoy pät", also etwas scharf. Er bekam das auf dem Bild. Das rote darin ist keine Paprika, sondern kleine Chilis.

Da lacht er noch beim Chili, äh, Tom Yam Gung essen. Das auf seinem Löffel ist eine Chili. Wie viele im Essen waren, war leider nicht zu zählen, aber nach Thaiart vermutlich eine Hand voll.
Und so sah Sebastian nach seinem "nur ein bißchen scharf" Essen aus. Man beachte seinen T-Shirt Kragen. Das sind die Schweißtropfen, die aufgrund der Schärfe aufgetreten sind, und sich dann am Kragen gesammelt haben.

Karl war dagegen sehr vergnügt mit seinem gebratenen Reis. Dieses Mal nach amerikanischer Art, was bedeutet, es sind Würstchen drin und es gibt dazu ein gebratenes Ei und fritiertes Hüherfilet. Besonders das Letzte fand er richtig lecker und hat es weggemummelt.

Für mich gabs wie so oft "Gai pat med mamuang". Huhn mit Cashewkernen. Mein Lieblingsessen. Und wie man sieht, wir versuchen wirklich unsere Thaikenntnisse zu verbessern und bestellen auf Thai und können auch so ein paar Sätze sagen. Und die Thais sind sehr begeistert darüber und ehrlich gesagt, wir auch. 

Abends auf dem Nachtmarkt gabs frischgepressten Orangensaft für 50Cent. Megalecker und Karl liebts auch.

Das war einer der Kellner aus dem Hotelrestaurant. Immer wenn Karl mit Frühstück fertig war, hat er oder einer seiner zwei Kollegen, ihn genommen und ist mit ihm durchs Restaurant gelaufen, damit wir in Ruhe essen konnten. Auch sonst waren alle sehr nett zu Karl. Das Cera Hotel hat uns so gut gefallen, dass wir anstatt 3 Nächte sogar 6 blieben.

Ach ja, das Frühstück war auch gut und reichhaltig. Wir konnten alles aufwählen, was wir wollten und wenn wir zu wenig gewählt haben, haben sich die Angestellten Sorgen gemacht, wir könnten nicht satt werden. Also haben sie mehr gebracht (ich hatte morgens 6 (!!) Würsten, 6 Scheiben Schinken, außerdem Cornflakes, Brot, Früchte). Zum Glück haben sie uns die Reste immer eingepackt, damit wir was zu essen für unterwegs haben. Wir haben uns da richtig wohl gefühlt, obwohl wir fast ganz alleine in dem Riesenkomplex waren.

Karl und Sebastian auf der Dachterasse vom Hotel

Aussicht auf den Pool

Karls Frühstück.

Das Hotel hat eine eigene Bäckerei, deswegen gabs immer selbstgemachte Teilchen, Crossaints und drei verschiedene Sorten Brot.



Karls liebste Frucht: Wassermelone. Neben Würstchen sein Lieblingsessen. Außerdem mag er total gern Tomate und so eine Melone, die von innen pfirsichfarben ist und von außen weiß. Bananen findet er übrigens immernoch doof.

Da hat er mit dem Kellner noch der Rezeption einen Besuch abgestattet

Wir drei auf der Dachterasse
Das war unser Zimmer im Cera
Und das unser Bad. Ist die Badewanne nicht cool?
Donnerstags war dann aber auch unser Aufenthalt im Cera zu Ende und wir sind weitergezogen Richtung Süden nach Sam Roi Yot.

Auf dem Weg dahin haben wir noch Halt am Aussichtspunkt von Hua Hin gemacht.
Da gibts nicht nur hübsche Sträucher...

sondern auch eine nette Aussicht über Hua Hin. Dafür das es grad anfing zu regnen, ist das Bild doch gut geworden.
 Auf dem Weg zurück zum Parkplatz erschrickte sich Sebastian auf einmal: AFFEN!

Jetzt mag man sich denken, ach Affen, das ist ja mal cool die live zu sehen. Und dem stimmen wir zu, aber mit den Einschränkung, dass das nur cool ist, wenn man genug Sicherheitsabstand hat. Nachdem damals auf Bali meiner Schwester Mona ein Affe auf den Rücken gesprungen ist und wir mit meinen Eltern 2008 im thailändischen Erawan National Park beobachten konnten, wir ein Affe ein Kind schlug, halten wir da mal schön Abstand. Wenn die Tiere etwas interessantes sehen, kommen sie rasend schnell an und wer weiß was. Mal klauen sie Sachen, mal hauen oder beißen sie. Und wie will man sich das verteidigen?

Die Affenbande war anscheinend grad angekommen und ein Teil saß links von uns, in etwa 2m Abstand auf dem Zaun. Da wir uns dachten, dass Karl auf Sebastians Rücken interessant für sich sein könnte, haben wir erstmal Fersengeld gegeben und Sicherheitsabstand gewonnen, bzw. zugesehen, dass wir so schnell wie möglich ins Auto kommen.

Auf dem Parkplatz kamen dann noch mehr Affen aus dem Wald und sprangen bereits in die Bäume über uns. Wir haben zugesehen, dass Karl ins Auto kommt und danach wir. Dann sind wir ans andere Ende des Parkplatzes gefahren (da waren höchstens noch 4 weitere Autos) und haben uns das Spektakel angeschaut.

Andere Urlauber haben sich gedacht "oh wie niedlich, Affen" und haben sie gefüttert. Das ging den Tieren nicht schnell genug und sie haben den Futterbeutel der Frau einfach aus der Hand gerissen. Außerdem haben sie die Coladose umgeworfen und getrunken. Ansonsten passierte aber zum Glück nichts gefährliches.




Der saß etwa 1m vom Auto weg und hat uns so angestarrt. Gruselig-


Mama Affe mit Baby am Bauch



Nochmal eine Mama Affe mit Baby. Süß, oder?
 Nach etwa 60km Fahrt kamen wir dann in unserem neuen Ferienort, Sam Roi Yot, im Long Beach Inn Hotel an. Darüber berichten wir dann demnächst.

1 Kommentar:

  1. Yeah! Da hätte ich einen ganzen verbringen können und hätte sie wirklich alle abgezogen! :)
    Schon das es euch dort so gut geht!
    Ganz lieben Gruß aus Weltmeisterland,
    Benny

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