Donnerstag fuhren wir weiter Richtung Süden. Nach gut 300km hatte Karl (und wir auch) keine Lust mehr und wir haben uns eine Bleibe zwischen der Stadt Chatnai und Suphan Buri gesucht. Es handelte sich um das Doembang Villa Resort. Dort sprach, bis auf den Besitzer, keiner mehr englisch, und es war schwer zu finden. Google führte uns erstmal über einen kleinen Sandpfad mitten in ein Reisfeld und sagte dann "Sie haben ihr Ziel erreicht". Äh, ja, hoffentlich nicht, sonst wird es ein wirklich naturnahes Erlebnis.
 |
| Yeah, on the road again! |
 |
| Hier gabs Mittag. Karl hatte aber keinen Hunger und Nina konnte das nur zur Hälfte essen, bevor sie vor Schärfe aufgab. Lediglich Sebastian, der Tapfere, aß alles auf. Der hat im wahrsten Sinne nun Feuer im Mors :-D |
 |
| Auf der Raststätte wird laufen geübt. |
 |
| Hier hat google uns zum Hotel geführt. Links und rechts Reisfelder (grad nicht zu sehen), dafür umso besser zu sehen: Die Kuhherde, die grad weitergetrieben wird. Zum Glück hat sich der Hirte vor unser Auto gestellt und es beschützt, als die Tiere vorbeiliefen. |
Glücklicherweise hatte jemand auf Tripadvisor eine Anfahrtsbeschreibung gepostet und auch den Namen des Resorts in Thaibuchstaben, denn es war nicht in englisch ausgeschildert. Also haben wir schön die Schriftzeichen verglichen und nach einer Stunde Suche das Ziel erreicht.
 |
| Aussicht vom Restaurant des Hotels |
 |
| Und da hinten war unser Raum. Sehr hübsch alles. |
Abends aßen wir noch im Resort und guckten uns einen Reiseführer aus der Umgebung an. Es gibt dort überraschend viel zu sehen und wir werden dort definitiv mal wieder hinfahren. Die Stadt Suphan Buri liegt etwa 2 Autostunden nordwestlich von Bangkok entfernt.
In diesem Reiseführer war eine der "most bizarre tourist attractions", nämlich der Tempel Wat Pai Rong Wua. Dort gibt es einen Bereich, in dem die Hölle dargestellt ist, wie die Thais sie sich vorstellen. Am Wochenende, bzw. einmal jährlich, fahren die Thais aus dem ganzen Land gern dorthin um ihren Kindern zu zeigen, was passiert, wenn sie nicht regelmäßig beten. Sehr merkwürdig alles. Wir dachten die Buddhisten haben keine Hölle.
Wie dem auch sei, dass ganze sah sehr fremd aus und lag fast auf unserem Weg gen Süden, so dass wir am Freitag früh losgefahren sind um auch noch etwas sightseeing zu machen.
In der Nähe vom Hotel gibt es auch einen Zoo. Nein, in diesen durfte man nicht mit dem Auto fahren (wir mussten zu Fuß gehen, wie die Tiere!), aber man kann wohl die Großkatzen füttern. Uiuiui, da sag ich nicht nein und so sind wir da nochmal hingefahren. Wir hatten Glück, der Zoo ist in verschiedenen Bereiche eingeteilt für die man gesondert Eintritt zahlt. Es gab Massen von Schulkindern, die aber im anderen Teil anfingen zu besichtigen, so dass wir den Löwen, Tiger und Co. Teil für uns alleine hatten.
Die Tiere hatten unterschiedliche Käfige, teilweise sehr schön gestaltet und groß, teilweise aber auch etwas klein. Insgesamt aber wieder recht gut in Schuss gehalten und auch nicht schlechter als bei Hagenbeck & Co.
 |
| Gut zu wissen... und nicht den Finger reinhalten, die Miezekatzen beißen. Andererseits, wenn du ein Pflaster dabei hast, ist das kein Problem... |
 |
| Karl war fasziniert |
 |
| Und fand die Katzen super |
 |
| Zum Glück sind die auch gut gesichert. Da war meist so 1-1,50m hohes Gitter und dann die gute Allzweckwaffe Maschendrahtzaun. Da kann ja nichts mehr passieren, so ein Maschendrahtzaun hat bisher jeden rasenden Löwen im Zaun gehalten... hoffentlich. |
 |
| Viele schöne weiße Raubkatzen hatten die da. |
 |
| Der Park liegt sehr idyllisch an einem See |
 |
| Karl hat Spaß |
 |
| Die Miezekatze hat Hunger |
Nachdem wir alles angesehen hatten (Eintritt 75Cent), sind wir zu der Dame, die Futter verkauft hat, mit dem man Tiger und Co füttern kann. Sie hatte grad nichts vor und hat uns für den normalen Preis von 50 Cent eine doppelte Portion Futter (etwa 10 Stück Pute) gegeben. Sie kümmert sich anscheinend um die Tiere, denn sie freute sich so doll und rannte mit uns los, stellte uns jedes Tier mit Namen vor, rief sie (die hörten sogar größtenteils auf ihren Namen) und streichelte die Tiere sogar, während Sebastian und ich uns überlegten wie wir wohl so einen abgebissenen Finger am Besten versorgen können...
 |
| So nah ist man den Tieren. Ja, ich hätte das Futter auch ohne Stock rüber reichen können, aber ich wollte meine Finger/Hand/Arm ja noch etwas behalten |
 |
| Kollege Panther haben wir ja schon im letzten Zoo gefüttert |
 |
| Sebastian beim Füttern |
Es war echt toll, wir haben Tiger, Löwen, weiße Tiger und Panther gefüttert. Danach wollten wir ihr 50 Cent Trinkgeld geben, aber das wollte sie nicht. Sie hat das Geld genommen und dann nochmal die Futterdose vollgemacht, so dass wir am Ende alle Großkatzen gefüttert haben. Ja es ist ein harter Job, aber irgendwer muss ihn ja machen...
 |
| Timon! |
 |
| Karl im Schlund des Löwen |
Am Ende haben wir noch die Babys angeschaut, zwei "Babytiger", "very small" wie sie uns versicherte. Naja, wir haben wohl ein anderes Gefühl von Größe, denn "small" kamen die uns nun nicht vor.
 |
| Ja stimmt, der Tiger ist wirklich "very small". |
 |
| Aber ob der so ungefährlich ist, wie die Tierwärtin uns versichert hat.... wir sind uns da nicht sicher |
 |
| Und da ist das andere Baby |
 |
| Guck mal, der Süße hat einen Silberblick |
 |
| Karl hat genug und macht sich auf gen Ausgang |
Danach ging die Fahrt weiter zum Höllentempel. Was sollen wir sagen, es ist wirklich etwas anderes und sehr sehr merkwürdig. Jeder von uns hat den alleine angeschaut und einer hat mit Karl gewartet. Irgendwie ist das sehr krass, was die sich da so vorstellen, aber schaut euch selbst die Bilder an und bekommt einen eigenen Eindruck.
Wer schwache Nerven hat, bzw. solche gruseligen Vorstellungen nicht sehen mag, schaut sich die Bilder lieber nicht an und freut sich schonmal auf unseren nächsten Blogbeitrag.
 |
| Der Wegweiser zeigt den Weg ins Land der Hölle |
 |
| Ansicht von weitem |
 |
| Und von nahe |
 |
| Ich lass das einfach alles mal unkommentiert. Schaut es euch an und lasst es wirken. Irgendwie echt gruselig. Nicht zu sehen sind die Thaifamilien mit ihren Kleinkindern, die überall da rumliefen. |
 |
| Natürlich stehen mittendrin auch kleine Tempel, damit man sich direkt vor Ort seiner Sünden entledigen kann. |
 |
| Eingang von der anderen Seite. Das Ganze liegt auf einer Insel, man kommt von mehreren Seiten drauf und kann es auch einfach umgehen |
Und wer bis hierhin durchgehalten hat, darf nun noch die netten Bilder vom anderen Tempelbereich betrachen. Die mit dem lieben Buddha und so. Ohne Monster. Ohne Hölle. Bis auf die Hitze. Aber die könnt ihr ja nicht sehen.
 |
| Wir haben noch Fische gefüttert |
 |
| Und den großen Buddha angeschaut. |
 |
| Es war so heiß, wir haben Karl noch eine Mullwindeln über die Beine gehangen, weil wir der Sonnencreme nicht getraut haben. |
 |
| Ganz viele Buddha. For Good Luck! |
Und was haltet ihr von dem Gruseltempel? Wir freuen uns auf eure Kommentare.