Mittwoch, 23. Juli 2014

17.07.-18.07.2014, Kurztrip von Khao Lak nach Phuket

Im letzten Post berichteten wir schon, dass unser Visa-Run in Ranong schief gelaufen war und wir dann weiter nach Khao Lak gefahren sind. Das ist ein Ferienort ca. 100km nördlich von Phuket auf dem Festland. 

Beim Tsunami 2004 wurde Khao Lak dem Boden gleich gemacht, aber innerhalb eines Jahres wurde alles wieder aufgebaut.Nun ist es ziemlich touristisch, zumindest für unsere Verhältnisse. Das bedeutet, es gibt eine Menge Shops, die überteuerte Preise verlangen, viele Restaurants, die zwar englische Karten haben, aber auch westlich angepasstes Essen (auch preislich) und viele Touristen. Na gut, letztere stören nicht wirklich, bis auf wenige Ausnahmen.

In unserem neuen Hotel "The Briza Beach", welches am Ende von Khao Lak liegt und damit sehr ruhig, hatten wir ein Zimmer mit Verbindungstür ins Nachbarzimmer. Diese war natürlich verschlossen und somit kein Problem. In der zweiten Nacht kamen aber 4 Busse voll mit Chinesen. Ein paar davon wurden neben unserem Raum einquartiert. Diese hatten die Angewohnheit nicht zu klopfen, sondern die Tür aufzuschreien.

Hört sich komisch an, meine ich aber so. Die zogen also nachts gegen 3 Uhr ein. Natürlich musste dann jeder mal das Zimmer des anderen besichtigen und die rannten über die Flure. Wenn sie am Zimmer ihrer Kollegen ankamen, klopften die nicht, sondern schrien laut "Door". Immer wieder. Wahrscheinlich war es nicht "Door", sondern nur der Name des Bewohners, aber es hörte sich wie "Door" an. 

"Door" schrie dann irgendwas zurück, vermutlich sowas wie "ich komme" auf chinesisch. Dann schrien die von draußen weiter nach "Door", bis der aufgemacht hat. Ich hab gedacht, ich werd bekloppt. Das ging so eine halbe Stunde, dann sind Door und seine Kumpanen wohl ins Bett.

Morgens waren sie aber wieder früh wach und haben gegen 8 Uhr wieder angefangen zu schreien.

Nach dem Frühstück fragten wir an der Rezeption, wie lange unsere Zimmernachbarn bleiben. Die Rezeption meinte, nur noch eine Nacht. Ok, dachten wir uns, das halten wir aus. Wir hatten keine Lust umzuziehen und alles rumzuschleppen.

Abends waren wir im Zimmer, da gings wieder los. Nach dem dritten "Door" Besuch, war vorbei. Ich bin dann auch raus und habe denen freundlich, aber bestimmt, mitgeteilt, dass sie hier nicht alleine sind, wir ein Baby haben, welches Schlaf braucht und sie gefälligst ruhig sein sollen. Zwei grölten weiter, der dritte, es war wohl "door", hat aber verstanden und seinen Kollegen was gesagt. Danach waren sie ruhig. Außerdem verlegten sie ihre Party irgendwo anders hin, so dass wir Ruhe hatten. Na ein Glück.

Noch eine lustige Anekdote zum Abschluss dieser abschweifenden Geschichte. Wir trafen am drauffolgenden Tag zufällig den Rezeptionschef Jeans (so heißt er wirklich, aber wir nennen ihn Sheldon, denn er sieht aus wie der asiatische Sheldon von Big Bang Theory). Jeans, aka Sheldon, kam an und spielte mit Karl, wir klönten halt. Er fragte, wie es uns gefällt etc. Wir meinten, sehr gut, aber erzählten ihm die Anekdote mit den Chinesen.

Wir meinten, sie waren ja nicht lange da, daher war das schon ok. Darauf meinte er: "Ja, dass ist leider oft so, dass die chinesischen Busgruppen sehr laut sind und sie werden wieder kommen." Ja, er sagte: "They will be back". Ich stell mir das immer mit der Terminator Stimme vor "I'll be back". Sehr lustig.

Das Gute war, Jeans-Sheldon sagte dann, er könne uns upgraden auf ein Gartenzugang Zimmer (das kostet mehr als das Doppelte von unserem), kostenlos natürlich. Da sagen wir nicht nein, kurz darauf kam er dann rum, zeigte uns das Zimmer und wir zogen um. Für so ein Riesenzimmer mit Meerblick, Terasse und eigenen Liegestühlen, machen wir das doch gern. Erst wollten wir nur 5 Tage im Briza bleiben, aber weil es so schön ist, wurden es sieben und grade eben haben wir nochmal auf 9 Tage verlängert.

So, genug abgeschwiffen. Mehr zum Hotel gibts nächstes Mal.

Also wir kamen Donnerstag an, surften die Nacht im Internet um eine Lösung für unser Problem zu finden, fuhren Freitags zur Immigration. Bekamen unsere verlängerte Aufenthaltserlaubnis. Soviel zum Rückblick.

Die Immigration ist auf der berühmten Ferieninsel Phuket im bekanntesten Ferienort Patong. Als wir über die Berge fuhren, blieb uns der Atem stehen. Boah wie krass ist das denn. Patong sieht vom weiten (und eigentlich auch vom nahen) aus, wie jedes andere Touristenmekka, also Ballermann oder andere ganz schlimme Ecken. Häuser, so viele Häuser, so viele Geschäfte. Unfassbar. Wir waren aber zu genervt vom anstehenden Immigrationsbesuch, so dass wir keine Fotos machten.

Die Immigration lief problemlos. Danach sind wir noch zum Big Buddha auf Phuket gefahren. Der ist recht neu und wenn man schon 100km (pro Strecke) dahinfährt, kann man sich ja auch was angucken. 

Auf dem Weg zum Buddha sahen wir auch hübschere Ecken von Phuket, also wird hier jedem was geboten. Man sollte sich bloß vorher genau informieren, so welchem Ort es geht, damit auch der persönliche Geschmack getroffen wird.

Hier nun ein paar Eindrücke vom Rest des Tages:

Ein  Strand, an dem auch gesurft wurde.

Da ist der Buddha. Im Vergleich zu den davorstehenden Autos sieht man auch gut, wie groß er ist. Buddha steht auf einem hohen Berg, von dem man eine super Aussicht über Teile der Insel hat.

Da ist er von vorne. Wenn ihr ganz genau hinseht, erkennt ihr vielleicht, dass die gesamte Buddhafigur gekachelt ist. 

Nette Aussicht, oder?






Unten, neben der zweiten Säule von rechts, stehen Sebastian und Karl. Unter dem Buddha sitzen Mönche und singen die ganze Zeit. Das war irgendwie ziemlich cool.

Der goldene, kleinere Buddha steht hinterm großen. Ist aber auch hübsch

Überall haben Leute Gebetsglocken aufgehängt. Da der Buddha oben auf dem Berg steht, klingen die die ganze Zeit vom Wind. Das war auch sehr schön


Karl musste auch mal klingeln oder glocken.

Für jeden Wochentag gibt es eine andere Buddhafigur. Wir haben 2 Baht für die vom Donnerstag, Karls Geburts-Wochentag, gespendet.

Wo essen und Dschungel ist, sind die Affen nie fern. Hier plündert einer die Mülltonne.



Mit seiner Beute, einer Kokosnuss, machte er sich davon. Ich konnte grad noch das Bild schießen, dann stürzte er von der Ballustrade. Da sah sehr lustig aus, zugegebenerweise. Er fiel auch nur ca. 1m tief, sprich ihm ist nichts passiert. Aber peinlich war ihm, das bestimmt...

Aussicht beim Runterfahren vom Berg und rechts ist das Restaurant, in dem wir schmausten

Zufällig waren ein paar Thais da, die ihren Welpen dabei hatten. Da musste Karl mal gleich näher gucken. Was wird unser Baby sich freuen, wenn er Hunde auch wieder kuscheln darf. 
Falls sich jetzt noch jemand fragt, wieso Karl die vielen Straßenhunde und andere nicht kuscheln darf... dem sei diese Geschichte ans Herz gelegt: Als wir vor 6 Jahren in Thailand waren, saßen wir in einem kleinen Restaurant und da kamen auch immer mal wieder Straßenhunde und holten sich Reste. Auf dem Boden saß ein kleines, ca. 8 Jahre altes, Mädchen und spielte mit den Hunden. Die Eltern aßen. Das Kind wühlt da also mit dem einen Hund rum, dreht sich zu seiner Mutter und sagt "Guck mal Mama hier, jetzt weiß ich wie groß Flöhe werden können." *lol*

Die Mutter hat nur einmal runtergeguckt und das Kind mit dem Hund und seinen lustigen, hüpfenden Freunden weiterspielen lassen... Wir als gute Rabeneltern wollen Karl diese Erfahrung aber nicht gönnen und er muss sich weiter fragen, wie groß Flöhe wohl werden können... In diesem Sinne, viele Grüße nach Deutschland!

2 Kommentare:

  1. Das Upgrade habt ihr euch aber auch verdient.Wir hatten mal ein ähnliches Zimmer, ohne Chinesen, aber mit Klimaanlage darüber. hatte die gleiche Wirkung. Nur konnte man mit der nicht reden.
    Genießt den Rest des Aufenthalts!
    (Habt ihr das, Essen , das ihr im vorletzten Blog fotografiert habt, wirklich alles aufgegessen?)
    LG wir 2

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    1. Huhu, natürlich haben wir alles aufgegessen. Irgendwoher müssen die zusätzlichen Kilos ja kommen, von nix kommt nix ;)

      Lg, wir drei

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